
1932 geriet die Möbel-Werke AG in eine schwere Krise. Finanzielle Schwierigkeiten und der Vorwurf der Unterschlagung stellten das Unternehmen auf eine Bewährungsprobe.

Wie uns Direktor Fritz Hund mitteilt, konnte auf der heutigen Generalversammlung eine Kapitalherabsetzung erreicht werden, nachdem das Bankhaus J. Faisst, Wolfach, seine finanzielle Unterstützung zusagte. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage mußte Ende vergangenen Jahres immer wieder Kurzarbeit durchgeführt werden. Die Belegschaft wurde auf 51 Mitarbeiter reduziert. Vor diesem wirtschaftlich schwierigen Hintergrund wurden im Januar und Februar erhebliche Zollquittungs- und Unterschriftsfälschungen aufgedeckt. In diesem Zusammenhang hat sich Prokurist W. und der größte Abnehmer der Firma in Basel mit seiner Familie erschossen. Dies konnte trotz der von der Direktionsleitung verhängten Informationssperre in Erfahrung gebracht werden. Direktor Fritz Hund konnte erfolgreich ein Vergleichsverfahren abschließen und sich die finanzielle Unterstützung des frisch gegründeten Bankhauses Faisst sichern, um nach der Kapitalherabsetzung die Sanierung erfolgreich einzuleiten. Diese Unterstützung war insofern ausschlaggebend, da das Wolfacher Finanzinstitut, mit welchem bisher zusammengearbeitet wurde, jegliche Hilfe versagt.
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