
Bei einer Familienwanderung verabschiedeten die Biberacher und Wolfacher Belegschaften Gerd Hund in den Ruhestand.
Der organisatorische Umbau des Unternehmens 1976 – nachdem die Gesellschafter Horst und Gerd Hund nicht mehr ihre Werke Wolfach und Biberach selbständig führten, sondern die Aufgaben unabhängig vom Standort teilten – hat laut Hendrik Hund entscheidend zur Professionalisierung des Unternehmens beigetragen.
Der Aufbau einer starken Kapitalbasis habe die Voraussetzung dafür gebildet, daß der Betrieb die konjunkturell schlechten Jahre meistern konnte. Nur durch das Vertrauen, das durch den Zusammenhalt der Familien Hund von der gesamten Familienführung ausgestrahlt wurde, war es möglich, den radikalen Umbau der Firma vorzunehmen, so Hendrik Hund.
Herr Horst Kopp, damaliger Betriebsleiter der Hund Büromöbel GmbH, führte Ende der 80er Jahre die Gehrungsverleimung ein, da weitere Komponenten und mehr Dekore im Schrankbereich aufgenommen werden sollten. Die Produktionsfläche und der Lagerplatz reichten jedoch nicht aus, weshalb Herr Kopp nach Alternativen suchte.
Mit Kompetenz und dem nötigen Know-how aus dem Bereich des Gehäusebaus erfolgte schließlich die Umstellung auf gehrungsverleimte Konstruktion. Dadurch konnte Hund Büromöbel von einer Reduzierung der Lagerfläche von Halbfertigerzeugnissen, der beliebigen Zusammenstellung von Möbelstücken ohne Zwischenräume und der Erhöhung der Stabilität profitieren.
Hund Büromöbel ist im Bereich der Gehrungsverleimung – als einziges Unternehmen, welches diese Innovation im Systemmöbelbereich einsetzt – bis heute führend.
Staatssekretär Robert Ruder beglückwünschte die Firmenleitung zum 70-jährigen Bestehen ihres Unternehmens. Er zollte dem Unternehmen Anerkennung und Respekt für das in den letzten Jahren Geleistete. Nach nunmehr 4 Jahren konnte der letzte Schritt der Umstellung getätigt und die gesamte Büromöbelproduktion, Werk Biberach, zusammengeführt werden. Im Werk Wolfach verblieb die Individualfertigung, Bankeinrichtung, Innenausbau und Chefzimmerfertigung.
Mittlerweile umfasst das Möbelsystemprogramm von Hund Büromöbel drei Bereiche: Den Stapelarbeitsplatz, den integrierten dynamischen Arbeitsplatz und das modulare Funktionssystem. Der Stapelarbeitsplatz ist die preiswerte Ausführung des Büroarbeitsplatzes schlechthin. Er lässt sich vom einfachen Schreibtisch bis zum elektrifiziert bedingt verketteten, nicht veränderbaren Arbeitsplatz ausbauen. Der integrierte dynamische Arbeitsplatz ist die Weiterentwicklung des Systemarbeitsplatzes. Es ist möglich, verschiedene Funktionen zu erfüllen, nachträglichen Wandel und Elektrifizierung zu bieten, sowie Verkettung und Aufbau der dritten Ebene zu realisieren. Das modulare Funktionssystem lässt eine Vielzahl von Nutzungen zu.
Sie greifen vom Einzelarbeitsplatz bis zur Arbeitsinsel im Büroumfeld, Veränderungen durch Ergonomie, Stand der Technik und Organisationsgrad lassen sich nachvollziehen. Die modularen Elemente erlauben ein variables, flexibles und reversibles System. Werkzeugfreie Veränderung der Organisationsmöbel, großvolumige Zugängigkeit der Kabelkanäle und die Möglichkeit der sinnvollen Zusammenarbeit vervollkommnen das System.
Gleichzeitig konnte die Geschäftsführung bekannt geben, daß der Ausbau auf internationale Märkte weiter vorangeschritten ist. So wurde in England die erste
Bankeinrichtung in der » National Provincial Bank « realisiert. Gleichzeitig wurden in Paris die SICOP, in London die IDI, die Amsterdamer Messe und die Büfa in Basel bestückt. Zur Verbesserung der Exportchancen in Frankreich wurde die Hund France als neue Vertriebsgesellschaft gegründet. Ebenso konnte die Umorganisation des Außendienstes abgeschlossen werden. Den teilweise noch vorhandenen Handelsvertretungen wurde gekündigt. Mit 11 eigenen Mitarbeitern ist es möglich, dem Bürofachhandel eine intensive Beratung und Verkaufsunterstützung zukommen zu lassen.
1989 wurde das Sortiment der Hund Büromöbel GmbH um das Organisationsprogramm Integro erweitert.


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