
»Ich bin einfach sprachlos«, so Gemeinderätin Knoche. Sie fand am Dienstag kaum Worte in der Gemeinderatssitzung, als ihr Kollege Dieter Hund das Gremium unterrichtet, daß aufgrund der Schwierigkeiten mit der Erweiterung der topographischen Verhältnisse und dem Wohngebiet ein weiterer Ausbau des Werkes in Oberwolfach nicht mehr in Frage komme.
Gleichzeitig wurde bekannt, daß das Unternehmen Hund Büromöbel sich in Unterfranken nach einer neuen Immobilie zwecks Erweiterung umgesehen hat und angeblich schon Kaufverhandlungen stattgefunden haben. »Das Schlimmste, was passieren könnte, ist, wenn das Unternehmen anderswo bauen würde« so der Fraktionsvorsitzende der CDU, der damit der späteren Tatsache schon sehr nahe gekommen war.
Das wiedervereinigte Deutschland war 1991 von einer Aufbruchsstimmung geprägt, die sich auch in der Unternehmensgeschichte der Hund Büromöbel GmbH widerspiegelte.
In Biberach wurde eine automatische Krananlage in Betrieb genommen und ein EDV-gestütztes Zuschnittslager eingeführt. Diese Erneuerungen bildeten die Basis, um fortan in Kleinstserie produzieren zu können. In Folge der hohen Nachfrage und des großen Erfolges entschied sich die Unternehmensleitung für den Ausbau der Kapazitäten und den Zukauf leer stehender Hallen in Sulzdorf a. d. L.
Im Zuge der Jubilarsehrung konnte die Geschäftsleitung bekanntgeben, daß im Zuge der positiven Umsatzentwicklung eine Immobilie in Sulzdorf an der Lederhecke mit 100.000 qm Fläche und 14.000 qm vorhandenen Hallenflächen erworben wurde und als OFF-Büromöbelwerk in der Unternehmensgruppe geführt wird. Geplant ist, spätestens im Februar des kommenden Jahres die Produktion von Büromöbeln in Unterfranken aufzunehmen.
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